Salz prägte Jahrhunderte lang die wechselvolle Geschichte.



Die heutige Gemeinde Kötzschau entstand 1950 aus den bis dahin eigenständigen Orten Kötzschau, Rampitz, Thalschütz Schladebach und Witzschersdorf. Das erste Mal wurde der Name Kötzschau im Jahr 1172 genannt. Später am 10. Oktober 1205 wurde dann der Ort Kötzschau an sich - damals Cotzsowe genannt - erstmals urkundlich erwähnt.
Bekannt war Kötzschau über Jahrhunderte für seine Solequellen und deren Nutzung durch eine Saline. Diese salzhaltigen Quellen werden schon 1333 erwähnt. Die Saline Kötzschau soll eine der ältesten im deutschen Raum sein. 1347 wurde die Saline im Krieg zwischen dem Markgraf zu Meißen und dem Magdeburger Erzbischof niedergebrannt. Der Kurfürst zu Sachsen übernahm die Macht über das Salzwerk. Er begann auch damit, die Saline auszubauen. Nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg nahm die Saline erst 1697 wieder den Betrieb auf. Hier stand 1798 die erste Dampfmaschine im Kurfürstentum Sachsen. Sie diente zur Hebung der Sole auf die Gradierwerke.
Im Jahre 1861 wurde die Saline, seit 1815 zum Königreich Preußen gehörend, stillgelegt. Die Arbeiter und Angestellten fanden neue Arbeit bei der Saline Dürrenberg, der Kohlegrube Rampitz oder bei der Eisenbahn. Das Grundstück mit den Gebäuden fiel an das Rittergut Kötzschau. Smätliche Baulichkeiten wurden abgebrochen. [ weiterlesen ]